Anwendungsfall · Angebotserstellung

KI für Angebotserstellung & Kalkulation
im Maschinenbau.

Im Maschinenbau und Sondermaschinenbau entscheidet oft die Reaktionsgeschwindigkeit. Wer eine Woche braucht, wo die Konkurrenz drei Tage braucht, verliert Aufträge. KI beschleunigt Angebotsprozesse spürbar, ohne dass die Kalkulation darunter schludrig wird.

Das Problem

Angebotserstellung als unterschätzter Engpass.

In vielen Maschinenbau-Mittelständlern läuft die Angebotserstellung nach demselben Muster:

  • Anfrage kommt rein — als E-Mail, Lastenheft (Excel/PDF) oder mit CAD-Anhang
  • Senior-Ingenieur:in extrahiert Specs, sucht Vorgängeraufträge, schätzt Material und Stunden
  • 2–3 Wochen pro Sonder-Angebot, bei wachsendem Volumen ein Engpass

Die Folgen sind teuer: Anfragen bleiben liegen, weil die zuständige Person auf einer Baustelle ist. Ein erheblicher Anteil der Angebote wird vom Kunden nie nachverfolgt. Er hat sich längst für den schnelleren Wettbewerber entschieden (Erfahrungswert aus Mittelstandsprojekten: typischerweise 30–40 %). Senior-Ingenieur:innen verbringen Tage mit Kalkulationen statt im Engineering. Und das Wissen der zwei, drei Erfahrensten ist nirgendwo dokumentiert.

Bei kleinen Volumen mag das tolerabel sein. Bei steigender Anfragemenge wird es zum strategischen Risiko.

Was möglich wird

Was KI hier konkret kann.

Angebotskalkulation bietet KI besonders viel Hebel: viel Text, viele PDFs, wiederkehrende Muster, viel historisches Wissen. Genau bei solchen Aufgaben sortieren Sprachmodelle und semantische Suche unstrukturierte Anfragen und finden Vergleichsprojekte, die man sonst mühsam von Hand zusammensucht.

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Spezifikationen aus Anfragen extrahieren

Anfragen kommen oft als unstrukturierter Mix aus E-Mail, PDF-Lastenheften, Excel und gescannten Skizzen. Die KI liest sie, extrahiert die technischen Eckdaten und legt sie strukturiert ab: Material, Maße, Stückzahlen, Sondervorschriften, Liefertermine.

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Ähnliche frühere Projekte finden

Semantische Suche über Ihre historischen Angebote, Kalkulationen und Auftragsdaten. Sie sucht nach technisch und kommerziell vergleichbaren Projekten, nicht nach Stichwörtern, und findet sie auch bei anderen Kundennamen oder abweichenden Begriffen.

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Kalkulationsentwurf vorbereiten

Auf Basis der Vergleichsprojekte ein erster Kalkulationsentwurf: Materiallisten, Stundenschätzung pro Baugruppe, Margenvorschlag. Ihre Kalkulator:innen prüfen und justieren — statt beim leeren Blatt anzufangen.

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Rückfragen automatisch formulieren

Wo Spezifikationen unklar oder widersprüchlich sind, fasst die KI zusammen, was beim Kunden zu klären ist — als fertigen Antwort-Entwurf zum Versenden. Statt drei Tage später anzurufen.

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Win-Probability-Einordnung Differenzierer

Wenn die Datenhistorie ausreicht: eine Einschätzung, wie wahrscheinlich der Auftrag konvertiert, basierend auf Kunde, Anfragevolumen, Branche und ähnlichen Konstellationen. Damit investieren Sie Senior-Zeit nur dort, wo die Abschluss-Wahrscheinlichkeit hoch ist. Das hat kein fertiges CPQ-Tool im Standardumfang.

Vergleich

Warum nicht eine fertige CPQ- oder Kalkulationssoftware?

Es gibt fertige Tools für KI-gestützte Angebotskalkulation — etwa up2parts oder spezialisierte CPQ-Software. Die haben Stärken, aber auch Grenzen.

Wo fertige Tools stark sind

  • Repetitive Standard-Kalkulationen mit klar definierten Komponenten, z. B. Blechteile-Kalkulation aus CAD-Modellen mit hinterlegtem Stückkosten-Modell
  • Quick Wins ohne Customizing, wenn Ihr Produktportfolio nahe am Standard-Use-Case des Anbieters liegt

Wo fertige Tools weniger passen

Im Sondermaschinenbau und kundenspezifischen Anlagenbau sieht die Realität anders aus:

  • Ihre Kalkulation lebt von Ihrer Erfahrung. Die ist im Standard-Tool nicht abgebildet, sie muss erst als Datenmodell und Regelwerk hineinarbeiten
  • Sonderkonstruktionen sind selten zwei Mal gleich — Standard-CPQ-Tools versagen bei der Generalisierung, sie sind auf wiederholbare Konfigurationen ausgelegt
  • Ihre Margen-Logik ist Geschäftsgeheimnis — die wollen Sie nicht in einem fremden Tool ablegen, dessen Anbieter parallel Ihre Wettbewerber bedient
  • Vendor-Lock-in: einmal in der Logik eines Anbieters drin, ist der Weg raus aufwendig

Mein Ansatz: Ich setze auf bewährte Standardtechnologien — Automatisierung mit n8n, semantische Suche über einen Vektor-Index, ein Sprachmodell auf eigener Hardware — und baue die kalkulationsspezifische Logik mit Ihnen zusammen. Ihre Daten bleiben bei Ihnen, Ihre Logik bilden wir Schritt für Schritt ab. Sie behalten die Kontrolle. Die Lösung läuft auf Ihrer eigenen Plattform, souverän in Deutschland. Mehr zum Vorgehen unter Leistungen und zu den wo Ihre Daten verarbeitet werden.

Kalkulationen sind hochsensibel. Das bleibt so.

Sondermaschinenbau-Kalkulationen enthalten Kundennamen, Margen, Stundensätze, Lieferanten-Preise. Das gehört nicht in fremde Trainings-Datenpools. Bei Adoption-X laufen alle Modelle über EU-Vertragsbeziehungen, Ihre Kalkulationsdaten bleiben in Ihrer Umgebung. DSGVO-konformer Stack im Detail →

Vorgehen

Wie das bei Adoption-X aussieht.

Ich bin kein Software-Anbieter und baue keine eigene CPQ-Lösung. Ich integriere die Automation in Ihre bestehende Datenwelt (ERP, CAD, Angebots-Ablage) und automatisiere genau den Teil, der bei Ihnen zur Engstelle wird.

Konkret läuft das so:

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KI-Workshop

Ich gehe mit Ihnen durch die Anfrage-Realität: Welche Anfrage-Typen kommen rein? Welche Bereiche sind besonders aufwendig? Welche Daten und Tools sind im Einsatz? Was geht heute regelmäßig schief?

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Aufbau & erster Prozess

Ich picke einen klar abgegrenzten Anfrage-Typ (z. B. eine Maschinen-Variante, eine Baugruppe, einen Standard-Anpassungs-Fall) und setze KI-gestützte Spec-Extraktion und Kalkulationsentwurf darauf auf — parallel zur normalen Kalkulation.

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Validierung

Über 4–6 Wochen werden die Ergebnisse mit Ihrer regulären Kalkulation verglichen: Genauigkeit der Schätzung, Zeitersparnis, Qualität der Rückfragen. Ihre Kalkulator:innen korrigieren, das System lernt mit.

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Skalierung

Sobald der erste Prozess stabil läuft, wird auf weitere Anfrage-Typen ausgerollt, weitere Anwendungsfälle ergänzt (Win-Probability, automatische Rückfragen, Margen-Optimierung).

Was ich nicht mache: Ich verspreche keine 80%-Zeitersparnis. Die kann ich nicht garantieren, und sie passt selten zu Ihrer Realität. Was ich verspreche: nach 6 Wochen wissen Sie ehrlich, ob und wo sich das lohnt — und wenn nicht, sage ich das offen.

Aus einer PDF-Zeichnung entsteht ein Arbeitsplan: die Plattform rastert das Blatt, liest Schriftfeld und Randbeschriftung, prüft sechs Ausschnitte und gibt Arbeitsschritte mit Maschine, Werkzeug und Normbezug aus.
Der erste Schritt jeder Kalkulation: Aus der Zeichnung entsteht die Arbeitsfolge — mit Maschine, Werkzeug und Normbezug (DIN 4952, DIN 333, DIN 509). Erst wenn die Schritte stehen, lassen sich Rüst- und Laufzeiten hinterlegen und daraus der Preis rechnen. Genau diese Vorarbeit kostet heute die Stunden. Die Zwischenschritte bleiben sichtbar, damit nachvollziehbar ist, woher jede Angabe stammt — und wo nichts auf der Zeichnung steht, steht das auch so da. Geraten wird nicht.
Für wen sich das lohnt

Angebots-Automatisierung lohnt sich besonders bei…

Tendenziell weniger, wenn Sie ausschließlich echte Greenfield-Konstruktionen ohne Vergleichsbasis kalkulieren, oder wenn Ihr Angebotsprozess schon über ein gut funktionierendes CPQ-System läuft. Was zutrifft, klären wir im Workshop. Verwandte Anwendungsfälle finden Sie unter Lösungen, etwa KI für Posteingang & Anfragen.

FAQ

Häufige Fragen

Wie zuverlässig sind KI-gestützte Kostenschätzungen?
Die KI ersetzt nicht Ihre Senior-Kalkulation, sie beschleunigt sie. Sie liefert einen ersten Entwurf basierend auf vergleichbaren historischen Projekten — Material, Stunden, Margen. Die finale Freigabe macht weiterhin Ihre Kalkulation. Bei ausreichender Datenhistorie liegt die Abweichung der ersten Schätzung typischerweise im einstelligen Prozentbereich gegenüber der nachträglich verifizierten Kalkulation.
Was passiert mit unseren Kalkulationsdaten?
Ihre historischen Angebots- und Kalkulationsdaten bleiben, wo sie sind — in Ihrem ERP, Ihren Ablagen, Ihrer bestehenden Umgebung. Verarbeitet wird auf Ihrer eigenen KI-Plattform: souverän in Deutschland, bei uns gehostet oder auf Ihrem eigenen Server. Das Sprachmodell wird namentlich im Vertrag festgelegt und läuft auf eigener Hardware — kein Direktzugriff auf OpenAI, kein US-Verarbeitungspfad. Ihre Daten landen nicht im Training fremder Modelle. Mehr zur Plattform und wo sie steht.
Integriert sich das in unser ERP und CAD?
Für gängige Plattformen (SAP, Microsoft Dynamics, ProAlpha, abas; Inventor, SolidWorks, AutoCAD) gibt es Standardanbindungen über etablierte Schnittstellen. Bei spezifischen Setups klären wir gemeinsam im Workshop, was technisch sinnvoll ist. Manchmal reicht der Datei-Austausch über ein Verzeichnis, manchmal lohnt eine tiefere Integration.
Wie lernt das System unser internes Wissen?
In den ersten Wochen läuft das System parallel zur normalen Kalkulation. Ihre Kalkulator:innen korrigieren Vorschläge, ergänzen Sonderfälle, markieren Ausnahmen. Aus diesen Korrekturen lernt das System Ihr Vokabular, Ihre Margen-Logik und Ihre typischen Sonderfälle, nicht aus einem generischen Standardmodell.
Was ist mit Sondermaschinen, für die wir keine vergleichbaren Aufträge haben?
Da bringt KI weniger automatischen Wert, das ist die ehrliche Antwort. Was sie aber kann: schneller die ähnlichen Module oder Baugruppen aus früheren Projekten zusammensuchen, sodass Ihre Kalkulator:innen nicht bei Null anfangen. Reine Greenfield-Kalkulation bleibt Senior-Ingenieurs-Arbeit. Ich sage das im Workshop offen.
Wie lange dauert die Einführung?
Steht die Plattform, läuft dieser Anwendungsfall mit einem Anfrage-Typ nach ca. 4–6 Wochen produktiv. Vom Workshop an gerechnet sind es 8–10 Wochen, weil Aufbau und Abnahme der Plattform davor liegen. Bis zur breiten Nutzung: weitere 4–8 Wochen, abhängig davon, wie viele Anfrage-Typen und Geschäftsbereiche Sie abdecken wollen. Jeder weitere Anwendungsfall kostet 4.500 € Aufbau und 750 € im Monat, jeder weitere Kanal oder jede weitere Datenquelle 4.500 €.
Passt das zu Ihnen?

Lohnt sich der Anwendungsfall für Sie?

  • Schreiben Sie 20+ Angebote pro Monat, viele mit ähnlichen Modulen?
  • Brauchen Standard-Angebote heute 1–2 Arbeitstage pro Stück?
  • Sind historische Kalkulationsdaten digital vorhanden (PDF, ERP, Excel, Dateiablage)?
  • Nutzen Sie ein gängiges ERP (SAP, Dynamics, ProAlpha, abas) — oder gut anbindbar?
  • Ist Reaktionsgeschwindigkeit auf RFQs ein echter Wettbewerbsfaktor?
Größenordnung des Hebels

Beispiel-ROI im Mittelstand

Volumen30 Angebote/Monat × ~8h Kalkulationsaufwand
Personalzeit heute240h/Monat = 2.880h/Jahr
Personalkosten heute2.880h × 85 €/h = 244.800 €/Jahr
Mit Spec-Extraktion + Kalkulationsentwurf~50 % Zeitersparnis → 1.440h gespart
Effekt~122.400 €/Jahr plus höhere Win-Rate durch schnellere Reaktion

Vereinfachte Beispielrechnung mit Annahme 85 €/h vollbelastetem Personalkostensatz. Die echte Größenordnung klären wir gemeinsam im Erstgespräch — Volumen, Komplexität und Ihre Lizenz-Landschaft kennen Sie besser als ich.

Nächster Schritt

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30 Minuten, kostenfrei, kein Vertriebsgespräch. Ich höre mir Ihren Angebotsprozess an, gebe eine erste Einschätzung, was sich lohnt — und schlage Ihnen ggf. einen passenden nächsten Schritt vor.

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